DIE GEFANGENNAHME

 

Der eine Kuss

hat dich vor allen bloßgestellt;

ein Fingerzeig nur

von verräterischer Hand.

Wo bleiben die,

die deine Freunde waren?

Wo die Fünftausend,

die du einst gespeist?

Kein Sandkorn wird vom anderen gehalten,

sobald der Wind es von der Kante weht.

Du beugst dich der Gewalt,

die selber sich erhöht.

Die toten Steine,

stürzten sie herab,

und triebe Wind den Wüstensand darüber,

versänke alles in des Meeres Fluten,

es bliebe der Verrat,

der Kuss als Tat!

War ich es nicht, der küsste?